Kinetische Uhren

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    Wie funktioniert eine Kinetic Uhr?

    Eine Kinetic Uhr, genauer gesagt ein Kinetic Uhrwerk, funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip wie eine Automatikuhr, unterscheidet sich aber in der Art des Antriebs. Automatikuhren werden durch die Bewegung des Trägers angetrieben, die eine Feder aufzieht. Bei einer Kinetic Uhr laden die Bewegungen des Trägers dagegen ein Quarzkristall auf; die gewonnene Energie wird anschließend in einem sogenannten Kondensator gespeichert. Vereinfacht gesagt liegt der Hauptunterschied zwischen einer Automatikuhr und einer Kinetic Uhr also in der Art, wie die Bewegungsenergie des Trägers verarbeitet wird.

    Auch bei der Dauer der Energiespeicherung gibt es Unterschiede. Eine Automatikuhr speichert die Energie in der Regel kürzer als eine Kinetic Uhr: Die Gangreserve liegt im Schnitt bei rund 50 Stunden und selten länger als einige Tage. Ein Kinetic Uhrwerk kann Energie dagegen über Monate oder sogar Jahre hinweg speichern, ohne bewegt zu werden.

    Eine Kinetic Uhr verbindet ein automatisches Uhrwerk mit einem Quarzmechanismus und erreicht damit eine hohe Ganggenauigkeit. Wie jede Technik hat auch sie ihre Eigenheiten: Während manche Automatikuhren ein Leben lang halten, kann der Kondensator einer Kinetic Uhr nach etwa zehn Jahren eine Neukalibrierung oder einen Austausch benötigen. Beide Uhrwerktypen haben also ihre Vor- und Nachteile. Zwischen dem Kondensator und einer herkömmlichen Batterie gibt es mehrere Unterschiede, der wichtigste ist die Lebensdauer: Ein Kondensator hält deutlich länger als eine normale Batterie und lässt sich tausende Male aufladen.

    Seiko Kinetic Uhren

    Zwanzig Jahre nach der Erfindung der Kinetic Uhr hatte Seiko bereits mehr als acht Millionen Kinetic Uhren verkauft. Sie standen zeitweise im Schatten neuer Seiko Modelle und Erfindungen, doch ihre Benutzerfreundlichkeit, Umweltfreundlichkeit und hohe Leistung sind nie aus der Mode gekommen. Vieles hängt dabei vom jeweiligen Kinetic Modell ab. Wie ein Kinetic Uhrwerk im Detail arbeitet, veranschaulicht Seiko in seinen Bedienungsanleitungen anschaulich. Grundsätzlich lassen sich sowohl Automatik- als auch Kinetic Uhren als bewegungsbetriebene Uhren bezeichnen.

    Kurze Geschichte der Seiko Kinetic Uhr

    Um die Kinetic Uhr besser kennenzulernen, machen wir zunächst eine kurze Zeitreise zurück zu ihrer Erfindung. Wenig überraschend geht die Kinetic Uhr wie so viele Innovationen auf Seiko zurück. 1986 stellte Seiko auf der Messe in Basel den ersten Kinetic Prototyp vor, damals noch als automatische Quarzuhr bezeichnet. Es war ein neuartiges Seiko Uhrwerk, das die Eigenschaften von Automatik- und Quarzwerken vereinte. Zwei Jahre später kam die kommerzielle Uhr namens A.G.S. mit dem Kaliber 7M22 auf den Markt – die erste Kinetic Uhr überhaupt. 1991 wurden diese Modelle in Seiko Kinetic umbenannt.

    1998 erschien die Seiko Kinetic Auto Relay, ein Mechanismus, der die Ruhezeit der Kinetic Uhren auf beachtliche vier Jahre verlängerte. Ein Jahr später, 1999, folgte der Ultimate Kinetic Chronograph (Seiko Sportura Chronograph – SLQ003) mit dem Kaliber 9T82 und Null-Rückstellfunktion, eine bemerkenswerte Uhr, die das Beste aus Seikos elektronischen und mechanischen Uhren vereinte. 2003 kam mit dem Seiko Arctura SNL001 ein weiterer Kinetic Chronograph hinzu. Auf der Baselworld 2005 stand die Kinetic Perpetual im Rampenlicht – eine Kinetic Uhr mit ewigem Kalender (korrekt bis zum 20. Februar 2100), die automatisch in den Ruhezustand wechselte und beim erneuten Tragen die richtige Zeit wieder aufnahm.

    2007 folgte der Kinetic Direct Drive, der sich zum Aufladen auch manuell aufziehen lässt – die sogenannte „Verkörperung von Seikos emotionaler Technologie“, die sowohl den Komfort als auch den ökologischen Gedanken der Kinetic Uhr unterstreicht.

    Aktuelle Kollektion der Seiko Kinetic Uhren

    Die aktuelle Kollektion der Seiko Kinetic Uhren ist noch recht überschaubar; das meistverkaufte Modell ist die SKA783P1. Auf den ersten Blick wirkt diese Uhr wie viele andere: relativ schlicht und mit sportlichem Look. Am spannendsten ist jedoch das Innenleben, denn hier kommt Seikos Kinetic Technologie zum Einsatz. Die Serie präsentiert sich mit einem Edelstahlgehäuse von 43 mm Durchmesser bei einer Höhe von 12 mm. Das ist etwas mehr als die Standardgröße von 40 mm, wirkt aber nicht wuchtig und passt so an große wie mittelgroße Handgelenke. In Zukunft möchten wir weitere Seiko Kinetic Uhren in unsere Kollektion aufnehmen. Van der Kooij ist offizieller Seiko Händler und kann daher jede Uhr für Sie bestellen. Als Ihr Online-Juwelier für hochwertige Uhren und Schmuck – Juwelier seit 1979 – liefern wir Ihre Bestellung schnell und sicher zu Ihnen nach Hause. Haben Sie online eine andere Seiko Kinetic Uhr entdeckt, die Sie in unserer Kollektion vermissen? Dann wenden Sie sich gern an unseren Kundenservice.